Fireraisers Forever! (release date: October 11th, 2019)

Here comes the beat of the broken street…

'Fireraisers' as in those with flames in veins – had enough of the never ending spiral of stupidity and hate and greed and religious/political hypocrisy– the inexorable rise of the moron mind and those sleepwalking in their lazy hives letting THEM do this to US... a modern rite to burn away all this to the ground and see what nice flowers rise up from the ground… we imagine an army of disenchanted, beaten down kids becoming modern anarchist magicians drawing dumb sgylls of dada retribution ... 'if we all spit together we can drown the bastards'.

The last LP was a gentler, inner, melancholic hug at 2 am and perhaps we would’ve continued to go down a sweeter road but the state of the world has meant we were compelled to turn the fuzz up and make something more brutal and instant. In defiance to our last LP – now it’s late night sadness turns to the angry morning. First take beats ethics. Two weeks of late afternoon 45s listening parties with The Rationals/Nerves/Messthetics/Back From The Grave garage/Fading Yellow comps/The Jam/Dead Moon – whatever had the urge. Trying to figure out how Rufus Thomas would sound if he joined the Swell Maps … condensing it all mixing and absorbing then forgetting it all and propelling the psychic mix tape into an albums worth of angry pop drops and slow howls.

Recorded in a living room in North London with James Hoare (The Proper Ornaments/Ultimate Painting) with the help of Joseph Harvey-Whyte (Hanging Stars) pedal steeliest. Then turned into the record it is by drummer/producer M.J. Taylor who also produced our LP 'Realistes' – the closest cousin to this one ... songs about the evil greedy mirage of world religion, Victor Jara and those poets and teachers killed for believing in love and words, about the forgotten who are blamed for everything and can't rise up from their knees to fight back, about the high street Kali-Yuga, occult terrorists with low IQ but high ESP, about the Godfrey Brothers, about Lou Reed’s mourning dog on a road trip trying to bury his masters mullet somewhere in the desert, about those stuck in the glory days of their past myopic of the present and all the other usual losers and romantics we always bang on about – with added melody and stomp … giving no real answers but pointing fingers and prodding you in the back ... in defiance of just staying silent and letting the morons win.

So Comet Gain is still alive longer than we should – still trying to be a collective and an idea emerging every now and then with the same grumpy erratic sounds – this one’s louder than the last one but sometimes maybe quieter. It’s made from an amazement that the hate mind is winning and we're not doing anything about it – we're still voting for these bozos and not burning the whole ugly facade to the ground. And it’s filled with love and rage. And its about 40 minutes long which is always a good thing.

Deutscher Pressetext

Der Beat der zerschundenen Straßen... 

Als „Brandstifter“ mit Feuer in den Adern haben wir die Schnauze voll von der niemals endenden Spirale aus Dummheit und Hass und Gier und religiös-politischer Heuchelei, genug von dem unaufhaltsamen Aufstieg des Schwachsinns und derer, die sich untätig zurückziehen und zulassen, dass SIE UNS das antun ... ein neuzeitlicher Ritus, um alles das niederzubrennen und abzuwarten und zu staunen, welch hübsche Pflänzchen aus dem Boden sprießen ... wir stellen uns eine Armee aus desillusionierten, am Boden zerstörten Kids vor, die zu anarchistischen Zauberern der Moderne werden und als dadaistische Vergeltungsmaßnahme stumpfsinnige Sgylls auf die Wände kritzeln. „Wenn wir alle gleichzeitig ausspucken, dann schaffen wir’s, die Arschlöcher zu ersäufen.“

Die letzte LP war eine sanftere, innerliche, melancholische Umarmung um zwei Uhr morgens, und vielleicht hätten wir diesen lieblicheren Pfad sogar weiter beschritten, aber der Zustand dieser Welt zwingt uns, die Verzerrer aufzureißen und brutaler zu werden, direkter, im krassen Gegensatz zu unserem letzten Album. Auf die Traurigkeit der Nacht folgt nun die Wut des Morgens. Erst kommt das Fressen, dann kommt die Moral ... Zwei Wochen lang jeden Nachmittag 45er-Partys gefeiert – The Rationals, The Nerves, The Messthetics, die Garagensampler Back From The Grave, jede Menge Fading Yellow, dazu The Jam und Dead Moon, alles, was auf den Plattenteller drängt. Wie hätten Rufus Thomas und die Swell Maps zusammen geklungen? Zu guter Letzt dann alles verdunsten lassen, durcheinander mischen, absorbieren, vergessen, bis die ganze Psychomische Gestalt erhält, bis Wutpopbonbons und brüllendes Leid sich zu einem Album schleudern.

Aufgenommen wurde das Ganze in einem Wohnzimmer in Nord-London, zusammen mit James Hoare (The Proper Ornaments / Ultimate Painting) und unterstützt von Joseph Harvey-Whyte (Hanging Stars) am Steel Pedal, dann von M. J. Taylor, Schlagzeuger und Produzent, zu dem gemacht, was es ist. Er hat auch schon unsere LP „Realistes“ produziert, die diesem Album von all unseren Platten die nächste ist. Songs über die bösartige, gierige Fata Morgana namens Weltreligion, über Victor Jara und alle die Dichter und Lehrer, die sterben mussten, weil sie an die Liebe und das Wort glaubten, über die Vergessenen, die für alles die Schuld bekommen und keine Kraft mehr haben, sich zu wehren, über die Kali Yuga der Prachtstraßen, okkulte Terroristen mit niedrigem IQ und übersinnlichen Gaben, über die Godfrey Brothers, über Lou Reeds trauernden Hund, der sich auf den Weg macht, um den Hammer seines Herrchens irgendwo in der Wüste zu verbuddeln, über diejenigen, die in ihrer ruhmreichen Vergangenheit stecken geblieben sind und keinen Blick für die Gegenwart haben und über all die anderen üblichen Loser und Romantiker, die wir sowieso ständig im Visier haben – dazu eine Extraportion Melodie und Rhythmus ... wir geben keine wirklichen Antworten, aber wir lassen auch nicht locker und gehen euch ununterbrochen auf die Nerven, weil wir niemals, niemals die Klappe halten und den Schwachmaten den Sieg überlassen werden.

Comet Gain lebt, obwohl wir längst schon tot sein sollten. Wir versuchen immer noch, ein Kollektiv zu sein, und ab und zu kommt eine Idee um die Ecke, immer grantig und immer ein bisschen unberechenbar. Diese Platte hier ist lauter als die letzte, aber an manchen Stellen vielleicht auch leiser. Entsprungen ist sie dem Erstaunen darüber, dass der Hass zu siegen scheint und wir nichts dagegen unternehmen. Stattdessen gehen wir immer noch zur Wahl und geben diesen Vollidioten unsere Stimme, anstatt die ganze, hässliche Fassade einfach abzufackeln. Es ist eine Platte voller Liebe und voller Wut. Und sie ist ungefähr vierzig Minuten lang, was nie schaden kann.

Videos

Comet Gain - We're All Fucking Morons (lyric video)
Comet Gain – Mid 8Ts (lyric video)