Künstlerbild

Credit: Barry Cooper

Facebook

We Are Muffy

Booker: Carsten Friedrichs

"Delightful unplugged Brummie hauntology." 8/10 Uncut

"As English as a duckpond by a cricket green." Classic Pop Magazine


"The Charcoal Pool" (VÖ: 21. September 2018)

We Are Muffy, das sind Nick Duffy (The Lilac Time, Bait) und Angeline Morrison (The Mighty Sceptres, The Ambassadors of Sorrow). Sie kommen aus einer ziemlich entlegenen Ecke der Grafschaft Cornwall in England, von wo sie den Rest der Welt mit ihrem eigenwilligen, akustischen Folk beglücken.

In ihrer Musik sind die verschiedensten Einflüsse zu spüren, angefangen bei der Incredible String Band über Tyrannosaurus Rex und Sam Cooke bis hin zu Max Romeo oder Shirley & Dolly Collins. Aus alledem spinnen We Are Muffy ihre poetischen Geschichten aus der Vergangenheit, teils erinnert und teils erfunden. Ihre unverwechselbaren Folksongs kombinieren mehrstimmigen Harmoniegesang mit ungewöhnlichen Instrumenten wie Lyra, Spieluhr, Besteck, Kronkorken, Porzellanscherben ... und manchmal auch mit ganz gewöhnlichen wie Zither, Banjo oder Kontrabass.

Angefangen hat alles damit, dass Nick während der Arbeit an seinem Album „Simulacra Two“ – einer Sammlung von unorthodoxen Coverversionen – Angelina bat, als Gastsängerin mitzuwirken. Was folgte, waren zahlreiche lebhafte Diskussionen über Folkmusik im Allgemeinen und Coverversionen im Speziellen. Dabei stellte sich ziemlich schnell heraus, dass beide aus Birmingham stammen. Es dauerte nicht lange, bis sie anfingen, gemeinsam Songs zu schreiben, musikalische Szenen und Bilder, die an die Blütezeit dieser Industriestadt erinnern, Lieder, in denen sie die Besonderheiten einer Kindheit und Jugend in Birmingham beschreiben.

„Frosted Candy“ beispielsweise ist ein Liebeslied, das der Freude an der Farbe gewidmet ist und uns daran erinnert, wie es war, die köstlichen Geheimnisse der Erwachsenenwelt zu entdecken – wie etwa das Makeup-Regal in der kleinen Drogerie um die Ecke. Ein fröhlicher Song, der von dem labilen Gleichgewicht zwischen Fassade und Identität handelt, fast wie ein Art Miniatur-Bildungsroman, in dem selbstsicheres Auftreten und innere Verkrampfung einen höchst komplizierten Tanz aufführen.

Aufgenommen wurde das Ganze in Nicks Gartenstudio, einer einstigen Vorstadtgarage, die mittlerweile so vom Grün überwuchert ist, dass Autos gar keine Chance mehr haben. Darum hören wir auf „The Charcoal Pool“ alle möglichen Geräusche aus der unmittelbaren Nachbarschaft – Krähen, Rotkehlchen und Möwen, dazu den Regen, der auf die Oberlichter prasselt, oder die Nahverkehrszüge, die ganz in der Nähe vorbei rattern.

Vielleicht haben Sie We Are Muffy schon einmal im Radio gehört – auf BBC zum Beispiel, aber man findet sie während der Sommermonate auch auf diversen Festivals. Also packen Sie die Chance beim Schopf, denn We Are Muffy sind eine scheue Band.