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Marcel Gein

Booker: Carsten Friedrichs

Marcel Gein - Passanten (VÖ 23.01.2015)


Die kleinen Konflikte, die sich zu existentiellen Problemen entwickeln. Die flüchtigen Situationen, die ein kleines, aber wahres Stück Glück bedeuten. 
Einige dieser guten und schlechten Momente bleiben und übernehmen irgendwann die Kontrolle über die Finger am Gitarrenbund, sind Muse und Gedankenchaos zugleich. Was entsteht, ist der Soundtrack zur eigenen Biografie.

So blicken Millionen auf den Alltag, 
aber wenige schaffen es, diese Eindrücke so auf den Punkt zu bringen wie Marcel Gein, das wahre Leben in einen Popsong.
 Dem jungen Wahlhamburger Marcel Gein gelingt es quasi, das englische „kitchen sink“-Drama als deutschsprachigen 3-Minuten-Popsong zu vertonen.

Zudem findet Gein seine Themen oftmals außerhalb der bereits zur Genüge ausgelatschten Pfade, quasi am Wegesrand. Während zu viele Singer/Songwriter (leider so ziemlich alle) über ihr eigenes Befinden singen, singt Gein etwa über den Niedergang der Schuhindustrie seiner ehemaligen Wahlheimat Saarbrücken („Saarbrooklyn“) oder über den ältesten Marathonläufer der Welt. Fauja Singh lief als erster 100-jähriger einen Marathon. Nachdem er ins Ziel kam, hat er übrigens erstmal eine gequalmt. Und während wir Marcel Gein zuhören, werden wir zum 100-jährigen Marathonläufer oder sehen uns in der Schuhfabrik... wir finden uns selber wieder im Schicksal der Anderen.

Marcel Gein gelang mit "Passanten", was sich jeder Songschreiber wünscht: Er hat bereits mit seinem ersten deutschsprachigen Album eine eigene Sprache gefunden. Aber nicht nur textlich sticht er aus der Masse heraus. Er ist nicht nur ein Songwriter sondern auch ein Singer, mit einer Stimme zwischen Tom Waits und Ryan Adams. Erstaunlich dass er tatsächlich erst Mitte 20 ist. Die zeitlose Produktion lässt dieser außergewöhnlichen Stimme ausreichend Platz.

„Passanten“, ein Album mit 12 Songs über das Hier und Da, das Heute und Morgen.

Die erste Single "Fassade" erscheint am 5. Dezember.