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Credit: Markus Luigs

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Die Wilde Jagd

Booker: Daniel Jahn


"Uhrwald Orange" (VÖ: 06. April 2018)

 

Der Uhrwald – ein Raum aus Traum und Klang, ein Mikrokosmos mit eigenem Zeitempfinden. Mit seinem Bandprojekt Die Wilde Jagd gießt Sebastian Lee Philipp seine Obsession für diesen Ort in eine Musik, die in ihrer minimalistischen, spannungsgeladenen, düster-hypnotischen Wucht ihresgleichen sucht. Das zweite Album, Uhrwald Orange, benannt nach dem Tonstudio, in dem es aufgenommen wurde, spinnt ein dichtes, atmosphärisches Netz aus Drama, Romantik, Ekstase und Melancholie.


Vor drei Jahren veröffentlichte Philipp gemeinsam mit dem Produzenten Ralf Beck (Nalin & Kane, Unit 4) das Debütalbum der Wilden Jagd. Bald darauf zog sich Beck aus dem »operativen Geschäft« zurück, hat aber dennoch einen gewichtigen Anteil am neuen Album: Nicht nur hat er es co-produziert und abgemischt – ohne seine Sammlung feinster analoger Synthesizer, Drumcomputer und Studiotechnik würde die Musik der Wilden Jagd nicht derart kraftvoll und gleichzeitig fein ziseliert klingen.


Nächtelang schloss sich Philipp in Becks Uhrwald Orange ein, um seine ganz eigene Klang gewordene Bilderwelt auf Band aufzunehmen: ein nächtlicher Flug in das Unterbewusstsein, durch das Geäst des symbolischen Uhrwalds, hinein in eine „Fremde Welt“ und ihren gespenstigen Protagonisten – den „Säuregäulen“, „Flederboys“ und „2000 Elefanten“. Unter anderem inspiriert durch das Bild „Tiere der Nacht“ des flämischen Malers Frans Snyders (1579–1657) und der Liedersammlung „Llibre Vermell de Montserrat“ aus dem 14. Jahrhundert, vereinte er repetitive Elektroniksequenzen mit mediterranen Mandolinen, psychedelische Bass- und Gitarrenloops mit georgischen Chorgesängen, ließ nordafrikanische Qarqaba-Schellen klingen, vermischte Elemente aus mittelalterlicher Kirchenmusik, europäischer Folklore und Improvisations-Jams zu einer auralen Reise durch Orient und Okzident – vom dunklen nordischen Wald in den morgenländischen Sonnenaufgang. Angereichert mit Naturgeräuschen, die er auf einer Reise durch Portugal dokumentierte, nahm Philipp acht Stücke auf – fünf davon instrumental, drei mit Texten, die einen Einblick in seine hermetische Gedankenwelt verschaffen: Bilder aus verlassenen Mohnfeldern und Ginstertälern, verirrten Seelen, biblischen Motiven und den Themen Rausch, Weiblichkeit und Reinkarnation.


Uhrwald Orange ist natürlich auch Philipps Ode an das Tonstudio selbst – an die analogen Gerätschaften und den allgegenwärtigen EMT-Plattenhall. Nur hier konnte er sein Klangideal mit den von Beck erstellten Signalketten aus Kompressoren, Vorverstärkern und Kanalzügen nach seinen Vorstellungen verwirklichen. Philipp beschreibt seine Arbeit im Studio so: »Ich will die Studiogeräte zum Singen bringen und eine Klangwelt erschaffen, in der jeder Ton und Effekt eine Stimme bekommt. Eisenschellen werden zu Hufgetrappel, Synthesizerklänge zu Krähenrufen und der Plattenhall zu Donner. Alle Elemente wurden so zu den Einwohnern und Naturmächten des Uhrwalds Orange.«
Der Uhrwald – ein Raum aus Traum und Klang, ein Mikrokosmos mit eigenem Zeitempfinden. Mit seinem Bandprojekt Die Wilde Jagd gießt Sebastian Lee Philipp seine Obsession für diesen Ort in eine Musik, die in ihrer minimalistischen, spannungsgeladenen, düster-hypnotischen Wucht ihresgleichen sucht. Das zweite Album, Uhrwald Orange, benannt nach dem Tonstudio, in dem es aufgenommen wurde, spinnt ein dichtes, atmosphärisches Netz aus Drama, Romantik, Ekstase und Melancholie.


Vor drei Jahren veröffentlichte Philipp gemeinsam mit dem Produzenten Ralf Beck (Nalin & Kane, Unit 4) das Debütalbum der Wilden Jagd. Bald darauf zog sich Beck aus dem »operativen Geschäft« zurück, hat aber dennoch einen gewichtigen Anteil am neuen Album: Nicht nur hat er es co-produziert und abgemischt – ohne seine Sammlung feinster analoger Synthesizer, Drumcomputer und Studiotechnik würde die Musik der Wilden Jagd nicht derart kraftvoll und gleichzeitig fein ziseliert klingen.


Nächtelang schloss sich Philipp in Becks Uhrwald Orange ein, um seine ganz eigene Klang gewordene Bilderwelt auf Band aufzunehmen: ein nächtlicher Flug in das Unterbewusstsein, durch das Geäst des symbolischen Uhrwalds, hinein in eine „Fremde Welt“ und ihren gespenstigen Protagonisten – den „Säuregäulen“, „Flederboys“ und „2000 Elefanten“. Unter anderem inspiriert durch das Bild „Tiere der Nacht“ des flämischen Malers Frans Snyders (1579–1657) und der Liedersammlung „Llibre Vermell de Montserrat“ aus dem 14. Jahrhundert, vereinte er repetitive Elektroniksequenzen mit mediterranen Mandolinen, psychedelische Bass- und Gitarrenloops mit georgischen Chorgesängen, ließ nordafrikanische Qarqaba-Schellen klingen, vermischte Elemente aus mittelalterlicher Kirchenmusik, europäischer Folklore und Improvisations-Jams zu einer auralen Reise durch Orient und Okzident – vom dunklen nordischen Wald in den morgenländischen Sonnenaufgang. Angereichert mit Naturgeräuschen, die er auf einer Reise durch Portugal dokumentierte, nahm Philipp acht Stücke auf – fünf davon instrumental, drei mit Texten, die einen Einblick in seine hermetische Gedankenwelt verschaffen: Bilder aus verlassenen Mohnfeldern und Ginstertälern, verirrten Seelen, biblischen Motiven und den Themen Rausch, Weiblichkeit und Reinkarnation.


Uhrwald Orange ist natürlich auch Philipps Ode an das Tonstudio selbst – an die analogen Gerätschaften und den allgegenwärtigen EMT-Plattenhall. Nur hier konnte er sein Klangideal mit den von Beck erstellten Signalketten aus Kompressoren, Vorverstärkern und Kanalzügen nach seinen Vorstellungen verwirklichen. Philipp beschreibt seine Arbeit im Studio so: »Ich will die Studiogeräte zum Singen bringen und eine Klangwelt erschaffen, in der jeder Ton und Effekt eine Stimme bekommt. Eisenschellen werden zu Hufgetrappel, Synthesizerklänge zu Krähenrufen und der Plattenhall zu Donner. Alle Elemente wurden so zu den Einwohnern und Naturmächten des Uhrwalds Orange.«