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Die Liga der gewöhnlichen Gentlemen

Booker: Carsten Friedrichs

 

"Fuck Dance, Let's Art!" (release: 23.08.2019)

 

Liebe Musikfreundinnen und Musikfreunde,

 

vielen Dank für das Interesse an unserem neuen Album „Fuck Dance, Let’s Art!“. Euer Interesse soll euch nicht zum Nachteil gereichen, denn „FDLA“ ist, und da sind wir – also Gunther, Heiko, Fabio, Tim und ich – uns alle einig, das bisher beste Album in der an besten Alben nicht eben armen Liga-Diskographie. Auch Mischer Timo Blunck teilt diese Ansicht. Und Timo ist nicht irgendwer, der ist schließlich Bassist von Palais Schaumburg, war mal im Studio 54 und hat ein dickes Buch geschrieben (über 800 Seiten!). Das hat ja wohl Gewicht, wenn der Mann eine Meinung hat. Studio 54! In New York!! Hallo!? Nur Aufnahmeleiter Zwanie Jonson schwankt noch zwischen „Alle Ampeln Auf Gelb“ und „FDLA“. Aber vielleicht ist er da auch befangen? Schließlich saß der Beau auf „Ampeln“ noch höchstselbst hinter der Schießbude...

 

„Fuck Dance, Let´s Art!“, das ist ja ein drolliger Titel! Gut, oder? „Bookish“ und gleichzeitig „street“, das hat klasse, das ist Liga-Style, das ist die Liga! Auch abgekürzt hat das Verve: „FDLA“. Das könnte sowohl eine mild-upliftende Partydroge als auch eine libertäre Splittergruppe aus dem Pariser Mai sein. Und genau das, liebe Musikfreundinnen und Musikfreunde, die ihr die Liga der gewöhnlichen Gentlemen noch nicht kennt, ist diese Band bzw. ihr Sound: Die musikalisch gewordene Mischung aus preiswerter Partydroge und libertärer Splittergruppe. So sieht es nämlich aus! Die Liga – seufz: Entweder man liebt sie oder man liebt sie, da lassen wir mal keinen Platz für Grautöne. Die rustikalen Schöngeister, die beinahe untätowierteste Band der Welt, trotz Heikos prächtigen Greifs auf der Brust … oder ist es der Rücken? Oder ist es so ein Hamburger Veermaster? Sorry Leute, wir sind inzwischen derart erfolgreich (mit dem letzten Album immerhin Platz #60 der Albumcharts), dass wir uns nicht mehr so oft in Ibis-Budget „Doppelzimmern“ im Adamskostüm über den Weg laufen und uns daher Heikos Tattoo nicht mehr merken können. 

 

Zurück zu „FDLA“. Hier singen die fünf Gewöhnlichen über Themen, die wirklich interessant sind. So gibt es einen Folk-Rock-Song über Robert Mitchum, eine Uptempo-Doo-Wop-/Rock’n’Roll-Nummer über einen einsamen Matratzenmarkt und einen Popsong (mit Sitar!) über den letzten großen Bohemien (ein schöner Mann!). Ein Northern-Soul-/Disco-Kracher mit Gainsbourg-Gemurmel behandelt ein Leben in Rot mit purpurnen Blitzen. Fehlt noch was? Ach ja, natürlich darf ein Garagenrock-Song über einen verrenteten Geheimagenten nicht fehlen. Wir sehen, die Liga hebt sich schon allein aufgrund der Themenwahl von den handelsüblichen Befindlichkeitstrotteln ab.

 

DLDGG – Die Band, die es liebt, anders zu sein! Wie kommt man eigentlich auf so was? Relativ einfach, man liest ein Buch von John le Carré, hört nebenbei die Shadows (oder umgekehrt), haut die Birne ein paar Mal gegen die Wand, dreht das Ganze durch den Liga-Musikwolf und heraus kommt ein Song wie „Der glückliche Spion“. Oder: Man stiert aus dem Fenster … Oh, der Matratzenmarkt gegenüber wurde abgerissen! Gleichzeitig läuft eine LP der Modern Lovers – und zack: Da ist er, „Der kleine Matratzenmarkt“. Oder aber: Ich schaue nach dem Aufstehen kurz in den Spiegel, im Oldie-Sender läuft „Lovin’ Spoonful“ – und schon ist der Samen für den Song „Ich verliebe mich wieder in mich“ gesät. Keine Quantenphysik, keine Raketentechnik, zugegeben, aber einfach geil. Von Anfragen, wie etwa die Songs „Hässlich & Faul“ und „Frustration“ entstanden sind, bitte ich Abstand zu nehmen.

 

„Fuck Dance, Let’s Art“ ist eine knallige Platte geworden. Man lehnt sich nicht zu weit aus dem Fenster, wenn man sagt: Die knalligste Platte aus dem wunderbaren Liga-Kosmos. Trotz des Titels auch ziemlich tanzbar. Na ja, man kann nicht alles haben. Wir hoffen, dass ihr mindestens so viel Freude an unserer Musik habt wie wir.

 

Bitte grüßt auch eure Freunde und Familien von uns!

 

Eure Liga der gewöhnlichen Gentlemen / Carsten Friedrichs