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Credit: Jon Kent

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Davey Woodward

Booker: Marcel Gein

"There's folk music, the Velvet Underground and Johnny Cash in his musical DNA." Peterborough Evening Telegraph

„[Es wundert nicht,] dass der Songschreiber aus dem Stand eine kleine Gitarrenpop-Perle mit ordentlich Tiefgang geschaffen hat.“ – Westzeit

„ein neuer Stern am Indie-Himmel“ – Wiener Zeitung


„Davey Woodward and The Winter Orphans“
(VÖ: 6. Juli 2018)


Man kennt Davey Woodward als kreativen Songschreiber und Kopf von Bands wie The Brilliant Corners oder The Experimental Pop Band. Manchen gilt er als Indie-Pop-Legende, den meisten anderen jedoch, um ehrlich zu sein, als etwas versponnener Sonderling. Mittlerweile nähert er sich seinem vierten Jahrzehnt als Alternative-Musiker und legt dabei immer noch dieselbe Begeisterung, dieselbe Unbeirrbarkeit an den Tag wie im ersten Jahrzehnt.

So ist es zu erklären, dass Davey kurz nach Abschluss einer Aufnahme-Session mit seiner aktuellen Band Karen auf den Gedanken kam, noch schnell ein anderes Album zu produzieren, und zwar mit lauter Musikern, mit denen er bisher noch nie zusammengearbeitet hatte. Die Songs sollten leicht und locker klingen, wie damals, als Bowie ohne fertiges Material ins Studio gekommen ist, oder als jemand wie Dylan seine Stücke noch während der Aufnahme umgebaut hat. Es sollte sich auf keinen Fall bemüht oder irgendwie angestrengt anhören. Das war die Geburtsstunde der Winter Orphans.

Julian (Gitarre) war seit über einem Jahrzehnt nicht mehr im Studio gewesen. Steve war Schlagzeuger in unzähligen Bands gleichzeitig und trotzdem sofort mit von der Partie. Außerdem kannte er Mark, ebenfalls Gitarrist, und Davey meinte: „Na gut, dann kann der ja Bass und Klavier spielen!“ Nachdem das geklärt war, macht Davey die drei mit seinen Songs bekannt, obwohl die Texte noch gar nicht fertig waren. (Und auch die Akkorde wurden im Lauf der fünf gemeinsamen Proben vor der eigentlichen Aufnahme, die an einem langen Wochenende im Juli 2017 stattfand, mehrfach geändert.) Trotzdem waren die anderen sehr angetan von den Songs. Sie hörten sich so persönlich an, dass man sich beim Zuhören unwillkürlich an English Folk, Courtney Barnett, The Velvets, The Band und Johnny Cash erinnert fühlte.

Angesichts dieser Referenzen ist es nicht weiter verwunderlich, dass diese Platte an eine Zeit erinnert, als Alben noch Liedersammlungen waren, die uns an andere Orte versetzt haben. Wo man sich für eine halbe Stunde in der Welt eines anderen Menschen verirren konnte. Wo die Texte und die Musik einem noch tagelang im Kopf herumschwirrten, wo eine echte Verbindung zum Künstler bestand. Diesen einen, besonderen Moment zu erleben und auszukosten, das ist in der Hektik unserer Zeit immer schwieriger geworden. Denn wer setzt sich heute noch hin und hört ein ganzes Album am Stück? Also nimm dir die Zeit, entspann dich und hör dir dieses Debütalbum an. Es wird dich nicht enttäuschen.
Davey Woodward & The Winter Orphans haben die Aufnahmen zu diesem Album so sehr genossen, dass sie bald ein zweites in Angriff nehmen wollen. Und sie sind auch guter Hoffnung, dass es nicht bei ihren bislang zwei Live-Shows bleiben wird.